Der Sternenweg® Matthias Rommel
©Sascha Rommel

Seit März 2009 steht der Name Matthias Rommel für die Durchführung des Workshops Sternenweg®, einer kraftvollen und erfolgreichen Visionsarbeit mit Unternehmern und Unternehmen. Ziel ist es hier, sich über seine eigenen Freuden, Talente und Werte klar zu werden. Was vielen Menschen zunächst schwerfällt, empfahl ich auch dem Inhaber eines Gartenbauunternehmens aus dem Chiemgau, den ich seit rund 5 Jahren begleite.

Als hervorragender Gartenbauer liegt dessen besondere Stärke in der individuellen, einfühlsamen und passenden Planung von Gärten, die er mit zirka 10 Mitarbeitern in der Region anbietet. Da er bis dahin nicht nur die Aufträge bekam, die sein ganzes kreatives Potenzial  forderten, nahm er zur Auslastung seiner Mitarbeiter viele Arten von Gartenbauarbeiten an, wie beispielsweise auch Pflasterarbeiten. Entsprechend vielfältig waren auch die Themen meiner Beratungsleistungen. Von privaten Unstimmigkeiten angefangen, gingen diese über Schwierigkeiten in der Führung und der Ertragskraft bis hin zu ausgeprägten Liquiditätsproblemen. War ein Problem gelöst, kam schon die nächste Herausforderung ans Tageslicht.

Sanierung im Fokus

Im Jahr 2012 bewarb sich das Unternehmen für den Um- bzw. Ausbau eines Kindergartens. Obwohl diese Art von Auftrag Neuland war, war man zuversichtlich und bekam den Zuschlag. Bei einem Projektumsatz von 350.000 € und einem durchschnittlichen Jahresumsatz von zirka 400.000 € barg dies einerseits die Chance zur Sanierung, andererseits aber auch ein hohes Risiko. Als man zum Ende des Jahres 2012 einen Verlust von rund 100.000 € aus dem Auftrag realisieren musste, wirkte sich dies dramatisch auf die Liquidität des Unternehmens aus. Anfang 2013 kam es zu einem Umfinanzierungs-Gespräch mit der Hausbank, die getreu dem Spruch Eine Bank bietet Schirme nur bei Sonnenschein an und wegen mangelnder dinglicher Sicherheiten kein Darlehen gewähren wollte.

Ein mächtiges Tool

Als ich dem Unternehmer nahelegte mit ihm, seiner Frau und seinen beiden Vorarbeitern den Sternenweg® zu gehen, war er wenig begeistert. Er wollte seine Visionen weder vor seinen Mitarbeitern ausbreiten, noch sie mit seiner Frau teilen. Dennoch konnte ich ihn davon überzeugen, dass Visionen ein sehr mächtiges Tool für jeden Menschen, und damit auch für Unternehmer und Unternehmen, sind. Er stimmte dem Workshop zu, wenn auch zunächst nur mit mir alleine. Um vom operativen Geschäft abschalten zu können, führe ich den Sternenweg® immer außerhalb des Unternehmens durch, so auch in diesem Fall. Ziel des Workshops ist es, drei Schwerpunkte zu erkennen, zu bewerten und Kräfte daraus abzuleiten.

Talente. Freuden. Werte.

Bei den Talenten konnte er drei nennen, Freuden gar keine. Dabei war ihm offenbar selbst nicht klar, wie einfühlsam er im privaten und beruflichen Bereich sein konnte und wie sehr er andere von einer Sache begeisterte und mitriss, wenn er selbst davon überzeugt war. Denn so hatte ich ihn bisher erlebt und schätzen gelernt. Angetan von diesem Erkenntnisschub, fielen ihm gleich noch mehr Freuden ein, wie mit Freunden zusammen sein und feiern, Tauchen in unbekannten Gewässern und die Freude, wenn Kunden seine Leistung honorieren. Bei seinen Werten fand er heraus, dass er ein ausgeprägter Romantiker ist.

Bei der Bewertung der Eigenschaften stellte sich heraus, dass er seine Talente ziemlich ausgeprägt lebte, während seine Werte sehr entwicklungsfähig waren und Freuden in seinem Leben gar nicht vorkamen. Letzteres auch, weil er aufgrund der aktuellen Liquiditätsprobleme dafür weder die finanziellen Mittel, noch die Zeit und den Raum besaß.  Als Ersatz hatte er wieder mit dem Rauchen begonnen und aß verstärkt Süßigkeiten, so dass ihm sein Taucheranzug nicht mehr passte. Und dies machte ihn doch sehr sehr nachdenklich.

Priorität Angst?

Im zweiten Teil des Workshops bilden wir Kraftgedanken. Dafür werden zunächst einmal alle Ängste aufgenommen, die rund um die Firma und im privaten Bereich existieren. Im Gegensatz zu Talenten, Freuden und Werten konnte unser Unternehmer sehr schnell viele Ängste nennen. Die massivsten waren:

„Meine Kunden honorieren meine Leistungen nicht“, „Ich habe nie Geld in der Kasse“, „Meine Familie sieht mich als Versager“, „Ich treffe immer die falschen Entscheidungen“, „Ich bin krank und schwach“, „Ich sterbe und hinterlasse meiner Familie einen Schuldenberg“.

Nicht nicht denken

Aus allen Ängsten Kraftgedanken zu formulieren, fällt vielen Menschen schwer, da sie es kaum gewohnt sind so zu denken und sich stattdessen eher an schlimmen Gedanken festbeißen. Besonders die vorwiegend negativen Nachrichten aus den Medien unterstützen dies zusätzlich. Da das Wort nicht aus unserem Sprachgebrauch verbannt werden sollte, sind Formulierungen, wie Ich bin nicht krank und schwach,  Meine Familie sieht mich nicht als Versager als Kraftgedanken ungeeignet, da unser Gehirn nicht nicht denken kann. Wer bereits versucht hat, einmal nicht ein eine Tasse wohlschmeckenden Cappuccino zu denken, kann dies bestätigen. Wahre Kraftgedanken sind stattdessen:

„Ich erreiche alle meine Ziele mit Leichtigkeit“, „Ich lebe in einem gesunden Körper und wertschätze dies täglich“, „Meine Kunden honorieren meine Leistungen gerne und zahlen zum vereinbarten Zahlungsziel“, „Meine Familie hält auch in schwierigen Zeiten bedingungslos zu mir“.

Wirkungsvolle Zeremonien

In einer kleinen Zeremonie übergaben wir danach alle aufgeschriebenen Ängste dem Feuer, was unseren Unternehmer spürbar erleichterte und sich umgehend in einer aufrechten Körperhaltung zeigte. Noch heute bekommt der Gartenbauer von diesem wesentlichen Moment des Workshops leuchtende Augen. Ein Moment, der auch darin bestand drei Wünsche zu nennen:

„Erfolgreiche Firma in 2013 mit ausreichender Liquidität“, „Ein langersehnter mehrwöchiger Urlaub“, „Ein neuer LKW, da der alte schon mehr als ausgedient hatte“.

Nach der Manifestation „Dein Wunsch sei mir Befehl“ kreierten wir die Elemente und Ausprägungen der Traumfirma, bzw. des Traumlebens des Unternehmers. Hier wurde deutlich, dass nur noch Traumkunden gewünscht wurden:

„Die gerne die Leistung des Gartenbaubetriebs in Anspruch nehmen“, „Die ihre Rechnungen gerne zum vereinbarten Zeitpunkt zahlen“, „Die das Unternehmen auch weiter empfehlen“.

Da jeder das erreichen kann, was er sich als seines Glückes Schmied wünscht, empfahl ich, die Kraftgedanken mindestens dreimal täglich aufzusagen, zum Beispiel bei der Morgentoilette, beim Autofahren und vor dem Schlafengehen.

Projekte kreieren

Wie in allen meinen Workshops, werden auch am Schluss von Sternenweg® mindestens drei Projekte kreiert, die im Laufe der nächsten sechs Wochen umzusetzen sind. Ein Projekt im Fall des Gartenbauers hatte den Namen Kalkulationsgrundlagen. Da der Unternehmer bisher stets einen möglichst niedrigen Preis ansetzte, um sicher zu gehen, dass er den Auftrag auch erhält, wurde folgendes vereinbart: Beim ersten perfekten Traumkunden erfolgt die Kalkulation nach der herkömmlichen Methode, um dann das Ergebnis mit dem Faktor 2,5 zu multiplizieren, was schließlich den passenden Traumpreis ausmacht. Weiterhin wurde ausgemacht, dass der Unternehmer während der folgenden sechs Wochen jeweils am  Freitag um 18.00 Uhr von mir angerufen wird, um über die Fortschritte zu sprechen.

Erste Veränderungen

Schon beim ersten Anruf berichtete er mir, dass er seine Kraftgedanken verinnerlicht hatte und bereits auswendig konnte. Er bete die Gedanken jeden Tag beim Autofahren mehrmals still vor sich hin und habe schon Veränderungen um ihn herum wahrgenommen. Beim Telefonat nach vier Wochen war der Gartenbauer zwar gut gelaunt, aber auch sehr ungeduldig. Es war noch kein Traumkunde gekommen und auch weitere vier Wochen später war dies nicht der Fall. Aber: alle Kunden zahlten jetzt pünktlicher und es alles lief irgendwie leichter. Ich riet ihm dankbar zu sein für das was schon passiert war und einfach weiter zu machen.

Der perfekte Kunde

Im Juli 2013 gab es nochmals einen gemeinsamen Banktermin, den der Bankmitarbeiter damit eröffnete, dass die eine oder andere Aufstellung noch fehle, bevor man endgültig über den Antrag einer Umfinanzierung entscheiden könne. Doch der Unternehmer erzählte stattdessen, dass sich durch die Überarbeitung seiner Vision einiges geändert habe. Er brauche das Darlehen nicht mehr, da er jetzt perfekte zahlungskräftige Kunden habe, die seine Leistungen gerne in Anspruch nehmen und auch pünktlich zahlen würden. Sein erster perfekter Kunde war ein Botschafter aus den USA, für den er den parkähnlichen Garten seines Anwesens in München neugestaltete, natürlich für einen beträchtlichen Betrag. Von diesem Kunden erhielt er mittlerweile zahlreiche weitere Empfehlungen, unter andrem an einen Großunternehmer aus dem Raum Rosenheim mit einer Villa am Chiemsee.

Visionen, die wahr werden

Der Bankangestellte zeigte verhaltene Freude und versuchte die Situation zu retten, indem er ihm die Ausweitung des Kontokorrentrahmens zusicherte. Großzügig ging der Unternehmer später auf das Angebot ein, das er dank seiner perfekten Kunden bis heute jedoch nie in Anspruch nahm. Im März 2014 erzählte er mir voller Stolz von seinem 8-wöchigen Urlaub in Sri-Lanka, was ein inniger Wunsch im Rahmen seiner neuen Vision gewesen war. Aufgrund der starken inhaltlichen Brisanz dieser Geschichte will der Gartenbauer aus dem Chiemgau momentan namentlich nicht genannt werden. So bleibt es erst einmal ein schöne Geschichte aus dem Leben, die zeigt, wie es gelingen kann Situationen vom negativen in den positiven Bereich zu drehen. Ganz einfach, wenn man nach den Sternen greift.